Unkraut kann die Freude am Garten trüben. Es wächst schneller als erwartet, überwuchert Zierpflanzen und Gemüse und entzieht ihnen Wasser und Nährstoffe. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, seine Ausbreitung ohne ständiges Jäten einzudämmen. Die richtige Kombination verschiedener Pflanzenarten sorgt dafür, dass die Pflanzen zum Wohle des Gartens beitragen. Schon mit wenigen einfachen Regeln wird Ihr Garten autarker, schöner und pflegeleichter.
Warum wächst Unkraut so schnell?
Unkraut liebt offene Flächen, Licht und Feuchtigkeit. Wenn der Boden freiliegt, finden Samen ideale Keimbedingungen vor. Fehlende Konkurrenz durch andere Pflanzen beschleunigt diesen Prozess zusätzlich. Deshalb ist eine sorgfältige Gartenplanung für zukünftige Gartenprojekte unerlässlich.
Wie funktioniert dichtes Pflanzen?
Dicht gepflanzte Pflanzen beschatten den Boden schneller und hemmen so das Unkrautwachstum. Wurzeln konkurrieren um Platz, und Blätter begrenzen das Licht. Dies ist eine einfache, aber effektive Methode der Unkrautbekämpfung, die ohne Chemikalien oder aufwendige Behandlungen auskommt.
Bodendecker als natürliche Barriere
Eine der effektivsten Lösungen sind Bodendecker. Sie bilden einen dichten Teppich, der den Boden vor Austrocknung und Unkrautwuchs schützt.
Sie sind besonders wirksam:
- in Ziergärten,
- unter Sträuchern und Bäumen,
- an Hängen und an schwierigen Standorten.
Ihre Anwesenheit reduziert den verfügbaren Platz für Unkraut deutlich.
Mischkultur – Mehr als nur Ästhetik
Gut gewählte Mischkulturen unterstützen sich gegenseitig. Einige Pflanzen wachsen vertikal, andere bodennah und nutzen so gemeinsam den verfügbaren Platz optimal aus. Solche Kombinationen sehen nicht nur attraktiv aus, sondern verbessern auch die Bodengesundheit und die Stabilität des gesamten Beetes.
Pflanzenabstand und Unkrautkonkurrenz
Ein angemessener Pflanzenabstand trägt dazu bei, die Ausbreitung von Unkraut einzuschränken. Arten mit ausgedehnten Wurzelsystemen besetzen den Boden effektiv und hemmen so das Wachstum unerwünschter Pflanzen. Diese Lösung ist besonders in Nutz- und Naturgärten beliebt.
Mulchen mit Pflanzen statt Rinde?
Rinde und Stroh sind nicht die einzigen Schutzmaterialien. Mulchen mit Pflanzen, also das Bepflanzen des Bodens mit niedrig wachsenden, schnell wachsenden Arten, wird immer beliebter. Diese Methode vereint Praktikabilität mit dekorativen Vorteilen und fördert gleichzeitig die Bodenmikroorganismen.
Häufige Fehler bei der Pflanzenkombination
Ein häufiges Problem ist ein zu großer Pflanzabstand. Ein weiterer Fehler ist die Kombination von Arten mit ähnlichem, hohem Wasser- und Nährstoffbedarf. Vermeiden Sie außerdem planloses Pflanzen – ohne Planung erzielen selbst die besten Methoden der naturnahen Gartenarbeit nicht den gewünschten Effekt.
Ästhetik und Funktionalität vereint – Praktische Tipps
Achten Sie bei der Pflanzenauswahl auf Wachstumsgeschwindigkeit und gewünschte Größe. Kombinieren Sie Arten mit unterschiedlichen Höhen und Blattformen. So schließt sich das Beet schneller und Unkraut hat weniger Platz zum Wachsen. Ein solcher Garten sieht nicht nur schöner aus, sondern ist langfristig auch pflegeleichter.
Wie clevere Pflanzenkombinationen Ihren Garten verändern – Fazit
Durchdachte Pflanzenkombinationen können die Gartenpflege deutlich vereinfachen. Wenn der Boden geschützt ist und die Pflanzen gut zusammenwachsen, spielen Unkräuter keine große Rolle mehr. Dieser naturnahe Ansatz spart Zeit und ermöglicht es Ihnen, Ihren Garten in Ruhe und Harmonie zu genießen.
Monika Schubert
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